Die Stuttgarter Rede des US-Außenministers James F. Byrnes am 6. September 1946




General Eisenhower, Präsident Truman und Byrnes.

Der Militärgouverneur der amerikanischen Besatzungszone, General Lucius D. Clay (1897-1978) drängte Byrnes, seine Rede in Stuttgart zu halten. Byrnes wollte ursprünglich in Paris sprechen, wo der Rat der Außenminister (CFM) der alliierten Mächte von April bis Juni 1946 tagte. Außenminister Byrnes, der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow (1890 -1986), der britische Außenminister Ernest Bevin (1881-1951) und der französische Außenminister Georges Bidault (1899 -1983) nahmen daran teil. Molotow hatte auf der Pariser Konferenz am 10. Juli 1946 ein vereintes Deutschland angeboten. Die Rede von Byrnes wurde - seitens der USA - als eine Antwort auf diesen Vorschlag Molotows für notwendig erachtet. Byrnes erteilte General Clay den Auftrag, den Entwurf einer Konzeption für die US-Politik in Deutschland abzufassen. General Clays Entwurf wurde auf den 19. Juli 1946 datiert und bildete die Grundlage von Byrnes "Rede der Hoffnung".

 

General Clay amtierte seit 1945 als Stellvertreter des US-Oberkommandierenden für Europa und Deutschland, General Dwight D. Eisenhower. Er folgte dessen Nachfolger General Joseph McNarney zwischen 1947 und 1949 als US-Oberkommandierender in Europa und Militärgouverneur in deramerikanischen Besatzungszone Deutschlands nach und betätigte sich als Mitinitiator und Organisator der Luftbrücke während der BerIiner Blockade. 1961/1962 fungierte er als persönlicher Beauftragter Präsident Kennedys in der Berlin-Frage.

James F. Byrnes: Rede der Hoffnung - Übersetzung der Originalrede vom 6. September 1946

James F. Byrnes Speech of Hope - Originalrede vom 6. September 1946

Die 'Rede der Hoffnung' und ihre Bedeutung

Die Rede im Kontext